Hochbetrieb beim Ulmer Lyriksommer: einen Tag nach der vom Publikum gefeierten Lyrik-Tango-Veranstaltung FEMALE TANGO folgte am 4. Juli 2026 im Stadthaus Ulm die erste gemeinsame Veranstaltung des Lyriksommers mit dem Internationalen Donaufest Ulm / Neu-Ulm – eine Doppellesung mit Franziska Füchsl (Österreich) & Faruk Šehić (Bosnien und Herzegowina).

Gemeinsam präsentierten die beiden Festivals die Veranstaltung
Wovon wir reden, wenn wir von Flüssen reden
mit Franziska Füchsl (Österreich) und Faruk Šehić (Bosnien und Herzegowina)
Die gut besuchte Veranstaltung im Stadthaus Ulm mit der Deutschen Preisträgerin für Nature Writing (2025), Franziska Füchsl, und dem Gewinner des Literaturpreises der europäischen Union (2013), Faruk Šehić, brachte zwei literarische Stimmen zusammen, die Landschaften als Orte der Erinnerung erfahrbar machen. Im Mittelpunkt der Doppellesung und der Gespräche mit den Moderatoren des Abends, Florian L. Arnold und Udo Eberl, standen Flüsse und Wälder als Träger von Geschichte, Gewalt und individueller Erfahrung.
Christian Katzschmann vom Theater Ulm las einen Auszug aus Füchsl‘s Buch „Am Rande der Müh“. Darin verschränken sich Natur, Mythos und Lebensgeschichten zu einem vielschichtigen Zeitgefüge. Mit ihrer poetischen Sprache entwirft Franziska Füchsl Reflexions- und Erinnerungsräume und lässt Fluss und Wald selbst zu Erzählern werden.


Nach dem Text von Franziska Füchsl stellte Katzschmann einen Auszug aus der deutschen Übersetzung von Faruk Šehićs Werk „Von der Una“ vor, einem Roman über Krieg, Erinnerung und die ungebrochene Kraft der Natur. Zwischen traumatischen Erinnerungen an den Bosnienkrieg und der magischen Anziehungskraft des Flusses Una entfaltet Šehić einen Spannungsbogen, in dem Gewalt und Natur aufeinandertreffen: dem Krieg stellt er die Beständigkeit der Natur entgegen. Der Kontinuität symbolisierende Fluss verkörpert den Gegenpol zu Verlust und Zerstörung.



Sowohl Füchsl als auch Šehić thematisieren die wechselseitige Durchdringung von Natur und Mensch: Sprache lässt Landschaften zum Sprechen kommen.
Dichter dran e.V. dankt dem Int. Donaufest Ulm / Neu-Ulm für die Kooperation und allen Mitwirkenden für eine gelungene Veranstaltung des Ulmer Lyriksommers und des Int. Donaufests.


Die Veranstaltung wurde von Dichter dran e.V. in Kooperation mit dem Internationalen Donaufest Ulm / Neu-Ulm organisiert. Sie wurde u.a. von der Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen des Literatursommers 2026, von Traduki sowie von der Stadt Ulm gefördert. Die Doppellesung fand am 4. Juli 2026 im Stadthaus Ulm statt.









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