Mit FEMALE TANGO präsentieren Dichter dran e.V. und der Ulmer Lyriksommer die Premiere einer ganz besonderen Tango-Lyrik-Performance mit internationalem Musikerinnentrio, Tangotänzerinnen und Lyrikerin.
In der Performance verschmelzen argentinischer Tango und Poesie, rückt der Fokus auf eine sich verändernde weibliche Rolle im Tango – ein neues weibliches Selbstbewusstsein. Ein hochkarätig besetztes Musikerinnentrio mit Judy Ruks (Niederlande) am Piano, Shinjoo Cho (USA / Frankreich) am Bandoneon und Laura Al-Tinaoui Nivou (Frankreich) an der Violine sorgt mit traditionellen Tangos und Kompositionen von Astor Piazzolla für den musikalischen Rahmen.
Gemeinsam begeben sich die Musikerinnen mit der Lyrikerin Christine Langer sowie Tango-TänzerInnen auf eine gemeinsamen Spurensuche: Langer öffnet mit ihren Gedichten kreative Räume aus Bewegung und Stillstand, die zum Rhythmus des Tangos poetische Landschaften entwerfen. Bewegung im Tanz greift lyrische Motive auf und setzt sie tänzerisch um. Die Gedichte wiederum thematisieren ein vielschichtiges Repertoire tänzerischer Energie. Im Rhythmus des Tangos entstehen sprachliche Landschaften voller Spannung und Sinnlichkeit.

Der argentinische Tango, im 19. Jahrhundert in Buenos Aires und Montevideo entstanden, hat weltweit Bekanntheit erlangt. Als Kunstform repräsentiert er den Mut, Visionen aus kulturellen Identitäten zu schöpfen: in der Poesie, der Musik und im Tanz. Er zeigt, wie aus vielfältigen kulturellen Einflüssen etwas Neues, Zukunftsweisendes und dennoch Identitätsstiftendes entstehen kann.
Shinjoo Cho, Laura Al-Tinaoui Nivou und Judy Ruks treten erstmals gemeinsam auf. Die Musikerinnen haben mit Kammer- und Tango-Ensembles auf der ganzen Welt konzertiert und bringen ihre jahrelange Erfahrung als Interpretinnen ein, um die Schönheit des leidenschaftlichen Musikgenres zu vermitteln.
Nach der Performance folgt für Tangobegeisterte eine Milonga mit Live-Musik bis 23:30 Uhr.
Mitwirkende an der Tango-Lyrik-Performance:

Bandoneonistin, Komponistin und Pianistin Shinjoo Cho begann im Alter von fünf Jahren in Korea mit dem Musikstudium und setzte ihre Ausbildung in Tango, Kammermusik und improvisierter Musik in den USA und Argentinien fort. Sie ist international in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und Korea aufgetreten, u. a. beim Marlboro Music Festival, mit dem Cleveland Orchestra in der Severance Hall sowie im Lincoln Center. Während ihres Aufenthalts in Argentinien trat sie im Centro Cultural Kirchner und im Teatro Colón auf und arbeitete mit führenden Tango-Künstlern zusammen. Zu ihren jüngsten Projekten zählen die Produktion einer Retrospektive der Musik von Astor Piazzolla sowie Kompositionen für Film und Radio. Sie tritt mit Ensembles in ganz Amerika auf, unterrichtet am Swarthmore College und veröffentlichte 2025 ihr Debüt-Soloalbum Abriendo y Cerrando bei Innova Recordings.
Bild links: Shinjoo Cho (Foto Nah Seung Yull)

Laura Al-Tinaoui Nivou, Violine. Laura widmet sich derzeit dem Unterrichten und dem sinfonischen Repertoire, nachdem sie ihre Ausbildung an den Konservatorien in Lyon und Genf absolviert hat. Zunächst von der Musik von Astor Piazzolla angezogen und später auch vom Tanz, den sie selbst ausübt, entdeckte sie anschließend die weiteren großen Klassiker des Tango. Sie spielt besonders gern in kleinen Ensembles und schätzt die besondere Dynamik des Tangoballs.
Bild links: Laura Al-Tinaoui Nivou (Foto Stefane Valotteau)

Judy Ruks (*1980 in Oosterbeek, Niederlande) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Von 1998 bis 2004 studierte sie bei Frank Peters und Frank van de Laar klassisches Klavier an der Hochschule der Künste in Arnhem (Niederlande). Anschließend studierte sie bei Wim Warman, Gustavo Beytelmann und Leo Vervelde von 2002 bis 2006 Tangopiano an der „Academy For World Music“ in Rotterdam (Niederlande). Seit 2007 lebt sie in Stuttgart und arbeitet als Tango-Pianistin, Dozentin und Dirigentin. Neben dem „Cuarteto Rotterdam“ ist sie tätig als Leiterin des „Orquesta Atípica Stuttgart. Weiter spielt sie als Pianistin in diversen Formationen und mit Tangomusikern aus Europa und Argentinien. Mit der Organisation „Tango Sin Fin“ aus Buenos Aires arbeitet sie eng zusammen und organisiert das Tangotreffen „Tango For Musicians“ in Europa.
Bild links: Judy Ruks (Foto Paul Ruks)

Christine Langer (*1966 in Ulm) ist Deutsche Lyrikerin, Literaturvermittlerin und freie Kulturjournalistin. Sie hat den Ulmer Lyriksommer ins Leben gerufen und ist dessen Kuratorin und Co-Organisatorin. Sie ist Vorsitzende des Literaturvereins Dichter dran e.V. und verantwortliche Redakteurin der Literaturzeitschrift KONZEPTE. Jüngster Gedichtband: »Ein Vogelruf trägt Fensterlicht« (2022), Kröner Verlag, Edition Klöpfer. Vier Gedichtbände bei Klöpfer & Meyer: »Lichtrisse« (2007), »Findelgesichter« (2010), »Jazz in den Wolken« (2015) und »Körperalphabet« (2018). Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen (u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jahrbuch der Lyrik, Der große Conrady, DAS GEDICHT). Vertonung vieler ihrer Gedichte, u.a. durch Orchester aus Linz, Bratislava und Bukarest. Zahlreiche Preise und Kunstprojekte.
Bild links: Christine Langer (Foto Georg Nowotny)

Benedicta Walser tanzt und lehrt Argentinischen Tango seit über 20 Jahren. Bei langjährigen Aufenthalten in Buenos Aires hat sie die Geschichte und Seele dieses Tanzes gelebt und erkundet. Immer wieder verwirklicht sie besondere Tangoproduktionen: Lieder, Tango & Folklore (2014), Unknown Piazzolla (2015) und TangoCollage „Weltkulturerbe, Machotanz und verruchtes Klischee“ (2022)
Bild links: Benedicta Walser (Foto privat)

Pasquale Bloise (genannt Paky) aus Italien hat vor gut 25 Jahren Tango zu seiner Profession gemacht. Als DJ, Tangolehrer, Festivalorganisator und Show-Tänzer ist er an der ligurischen Küste beheimatet und bekannter Aficionado des Tangos.
Bild links: Pasquale Bloise (Foto privat)

Elisabeth Metzger (links) und Illu Schmuttermair (rechts) sind leidenschaftliche Tangotänzerinnen. Vor fünf Jahren begannen sie, gemeinsam in beiden Rollen zu tanzen. Führen und Folgen ist eine Bereicherung für ihr Tanzgefühl. Das Schöne für sie am Tango sind die improvisierte Gestaltung der Bewegungen in der Musik und die Hingabe in den vielseitigen Begegnungen.
Bild links: Elisabeth Metzger und Illu Schmuttermair (Foto privat)
EINTRITT: 10 € (Tango-Lyrik-Performance) | 22 € (Tango-Lyrik-Performance mit Milonga) | 15 € (nur Milonga)
Diese Veranstaltung wird von Dichter dran e.V. in Kooperation mit der Petruskirche Neu-Ulm organisiert. Sie wird von der Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen des Literatursommers 2026 sowie von der Stadt Ulm gefördert. Die Veranstaltung findet am 3. Juli 2026 ab 19 Uhr in der Petruskirche Neu-Ulm (Petrusplatz 8, 89231 Neu-Ulm) statt.







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