Der letzte Workshop des Ulmer Lyriksommers, »Gedankensplitter« mit Walle Sayer, erfuhr bei den Teilnehmenden großen Zuspruch: Schon Wochen zuvor war er ausgebucht.
Workshopleiter Walle Sayer stellte sich den Teilnehmenden eingangs mit einer Kurzlesung eigener Gedichte vor. Er las, kommentierte, gab kurze Einblicke in die Entstehung seiner Texte. Anhand eigener Arbeitsbeispiele zeigte er verschiedene Gedichtentwürfe von ersten Fassungen bis zur publizierten Druckversion.
Anschließend stellten sich die Teilnehmenden mithilfe eines ausgefüllten Fragebogens vor. In der Gesprächsrunde tauschten sie sich über ihre persönlichen Zugänge zur Lyrik, ihre Vorlieben und die Bedeutung von Gedichten aus. Auch Lieblingsgedichte wurden vorgestellt und thematisiert.
Walle Sayer stellte kreative Aufgaben, zum Beispiel sollten die Teilnehmenden in ein kurzes Prosagedicht Zeilenbrüche einbauen. Die dadurch entstandenen unterschiedlichen Lesarten wurden gemeinsam beleuchtet. Anschließend wurden die vorab eingereichten Gedichte der Teilnehmenden gelesen und diskutiert. Dabei entwickelten sich konstruktive Gespräche über Sprache, Form und Inhalt, über gelungene Wendungen und mögliche Veränderungen. Walle Sayer gab wertvolle Impulse und regte dazu an, die Texte aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Der Workshop bot nicht nur Gelegenheit, das eigene Schreiben zu reflektieren, sondern auch von unterschiedlichen Herangehensweisen zu profitieren. Der intensive Austausch und die inspirierenden Anregungen machten ihn zu einer bereichernden Begegnung mit der Dichtung und ihren vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Teilnehmende mit Walle Sayer und Christine Langer nach einen gelungenem Lyrikworkshop
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