Beim Ulmer Lyriksommer 2026 mitwirkende Autor:innen & Künstler:innen

Autoren, Moderatoren, Literaturkritiker

Autorin, Lyrikerin

Veronika Dianišková

Veronika Dianišková (*1986 in Bratislava), Lyrikerin, veröffentlichte bis jetzt vier Gedichtbände: Labyrint okolo rúk (»Das Labyrinth um die Hände«, 2006), Zlaté pávy sa rozpadnú na sneh (»Goldene Pfauen zerfallen zu Schnee«, 2014), Správy z nedomovov (»Nachrichten von Nichtzuhaus«, 2017), Zmena skupenstva (Änderung des Aggregatzustands«, 2023) sowie das Kinderbuch Pirátske rozprávky (»Piratengeschichten«, 2020). Sie arbeitet für den slowakischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTVS, wo sie vor allem Beiträge über Literatur betreut.

Dianišková liest bei der gemeinsamen Veranstaltung »Junge Lyrik aus der Slowakei« des Ulmer Lyriksommers und Internationalen Donaufests. 

Foto: Dirk Skiba

Autorin, Dozentin für literarisches Schreiben

Regina Dürig

Dr. Regina Dürig (*1982 in Mannheim) schreibt Prosa, Texte für die Bühne, Hörspiele sowie Kinder- und Jugendbücher. Sie ist Dozentin für literarisches Schreiben und hat im Bereich Creative Writing promoviert. Geprägt von tiefer Sensibilität zeigen ihre Werke frische Perspektiven mit Witz und Poesie. Regina Dürig erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Literaturpreis Wartholz. Beim Ulmer Lyriksommer wird sie ihren neuen Erzählband »Frauen und Steine« vorstellen. Dieses Werk versammelt überraschende, kluge und sprachlich eigenwillige Geschichten, die sich mit den Lebenswirklichkeiten von Frauen in unterschiedlichen Kontexten auseinandersetzen. Regina Dürig erkundet mit scharfsinnigem Blick, wie Frauen gegen die patriarchale Versteinerung der Welt ankommen können – gegen gesellschaftliche Normen und Rollenbilder.

Foto: Anja Fonseka

Literaturkritiker, Jury-Mitglied der SWR-Bestenliste, Autor, Journalist

Martin Ebel

Martin Ebel studierte Romanistik und Germanistik in Köln, Paris und Freiburg im Breisgau, bevor er 1982 in den Journalismus einstieg. 1985 promovierte er über Pierre Drieu la Rochelle. Von 2002 bis 2022, leitete er die Literaturredaktion der Zeitung Tages-Anzeiger in Zürich. Er schrieb als freier Kritiker für die FAZ, NZZ und Welt. 2004 war er Jurymitglied des Ingeborg-Bachmann-Preises und von 200810 des Schweizer Buchpreises. Ebenso war er Jury-Mitglied beim Preis der Leipziger Buchmesse unf des Deutschen Buchpreises.

Martin Ebel ist Jurymitglied der SWR-Bestenliste, die beim Lyriksommer am 27. Oktober 2026 erstmals live in Ulm zu erleben sein wird. Gastgeber Carsten Otte diskutiert mit ihm und zwei weiteren LiteraturkritikerInnen vier Bücher auf der Bühne.

Foto: SWR

Kulturjournalist & -ermöglicher, Autor, Fotograf, Geschäftsführer des Kunstvereins Ulm

Udo Eberl

Udo Eberl war Markt- und Plattenverkäufer, Musiker, Komponist für Tanztheater, dann Redakteur, Reporter und Galerist. Er schrieb und realisierte mehrere Performance-Stücke und durfte seine Fotos in diversen Ausstellungen präsentieren. Neben seiner Arbeit als Kulturjournalist engagiert er sich seit April 2024 als Geschäftsführer des Kunstverein Ulm. Ob mit der Kamera oder an der Tastatur sucht Eberl in seinem Gegenüber oder in Geschichten das Dahinter, die Tiefen und Untiefen sensitiv und wach. In seinen Makro-Entdeckungen gibt er sich dem Zauber der brachliegenden Strukturen hin, zerfasert diese und dechiffriert die Geheimnisse des Alltäglichen.

Beim Ulmer Lyriksommer 2026 tritt er mit dem Kunstverein Ulm als Veranstalter der Konzertlesung „Auf kleinen Planeten“ auf. Ferner moderiert er die Lesung von  Faruk šehić und, zusammen mit Christine Langer, die 5. Ulmer Lyriknacht. Schließlich ist er mit dem Kunstverein Gastgeber mehrerer Lyriksommer-Veranstaltungen.

Foto: Archiv Udo Eberl


Literaturwissenschaftlerin, Autorin

Antonia Egel

Dr. Antonia Egel ist Literaturwissenschaftlerin – sie wurde mit der Arbeit »Musik ist Schöpfung. Rilkes musikalische Poetik« an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert und war u.a. in Freiburg, Nishinomiya (Japan), Turin und Salzburg als Wissenschaftlerin tätig. Seit September 2021 unterrichtet sie als Studienrätin am Michelberg-Gymnasium Geislingen/Steige und lebt in Ulm. Unter ihrem zweiten Namen Maria Goldschmidt schreibt sie Gedichte und Prosa. — Zusammen mit Bernd Weltlin gestaltet sie beim Ulmer Lyriksommer einen Ingeborg-Bachmann-Abend.

Foto: Andreas Taler

Autorin

Franziska Füchsl

Franziska Füchsl (* 1991 in Putzleinsdorf) lebt in Wien und Kiel. Hilfstschak im Maschinenbau, danach Studium der deutschen Philologie und Anglistik an der Universität Wien sowie Sprache und Gestaltung an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Im Versatorium, einem Verein für Gedichte und Übersetzen, betreut Füchsl den Druckraum Jahoda rund um die Druckerpresse Korrex Stuttgart. Seit 2025 ist Füchsl Mitherausgeberin von »Triëdere – Zeitschrift für Theorie und Literatur«. 2024 erhielt sie den Förderpreis für Literatur der Stadt Wien und im 2025 den Deutschen Preis für Nature Writing.
Bücher: »Tagwan (2020, Ritter Verlag)«, »Die Straßen sind sichtbar« (2023, Ritter Verlag), »Am Rander der Müh« (2026, Ed. Thanhäuser).

Füchsl wird, ebenso wie der Autor Faruk Šehić, an der gemeinsamen Veranstaltung »Wovon reden wir, wenn wir von Flüssen reden?« des Ulmer Lyriksommers und des Internationalen Donaufests mitwirken.

Foto: Gregor Pirgie

Redakteurin der Berliner Zeitung, Literaturkritikerin

Cornelia Geißler 

Cornelia Geißler(*1965 in Berlin) ist an der Küste aufgewachsen, hat Schriftsetzer gelernt und Journalismus in Leipzig und Moskau studiert. Sie arbeitet als Redakteurin bei der Berliner Zeitung und schreibt Rezensionen, Porträts und Interviews zu Literatur und Film. Seit1994 ist sie Mitglied der SWR-Bestenliste; 2019 war sie in der Alfred-Döblin-Preis-Jury.

Cornelia Geißler ist Jurymitglied der »SWR-Bestenliste«, die im Rahmen des Lyriksommers am 27. Oktober 2026 erstmals live in Ulm zu erleben sein wird. Gastgeber Carsten Otte diskutiert mit ihr und zwei weiteren Literaturkritikern vier ausgewählte Bücher auf der Bühne. Die 1975 gegründete Liste empfiehlt monatlich zehn neue Bücher als Ergänzung zu Bestsellerlisten. Spannende Diskussionen auf höchstem Niveau sind garantiert.


Foto: Alexander Kluge / SWR

Schriftsteller

Georgi Gospodinov

Georgi Gospodinov (* 1968 in Jambol / Bulgarien) wurde einem großen internationalen Publikum mit seinen Werken »Natürlicher Roman« und »Physik der Schwermut« bekannt, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Er erhielt zahlreiche Preise, u. a. zweimal den bulgarischen Buchpreis, den Jan Michalski-Preis und in 2023 den International Booker Prize für seinen Roman »Zeitzuflucht«. Zuletzt erschien sein Roman »Der Gärtner und der Tod«, der von der Jury der SWR Bestenliste zum Buch des Jahres 2025 gekürt wurde. Gospodinov lebt und arbeitet in Sofia.

Georgi Gospodinov stellt bei der Veranstaltung »Zeitkapseln«, die gemeinsam vom Ulmer Lyriksommer und Internationalen Donaufest organisiert wird, seinen neuen Roman vor. Moderator des Abends wird Denis Scheck sein, die Rezitation übernimmt Dr. Christian Katzschmann vom Theater Ulm. 

Foto Tihomira-Krumova

Autor

Moritz Grevel

Moritz Grevel (* 2005) wuchs in Ulm auf und schreibt Geschichten. 2021 erschien seine Krimikomödie »Das zweite Gesicht des Löwenmenschen«. Neben dem Landeswettbewerb für Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg und lyrix, dem Bundeswettbewerb für junge Lyrik, gewann er zuletzt auch den Förderpreis für Junge Ulmer Kunst. Moritz Grevel studiert Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim.

Beim Ulmer Lyriksommer 2026 liest er im Rahmen der Veranstaltung »Ich atme leise im Duft der Linde« im Aegis-Garten.

Fot Ute Klein


Autor, Literatur- und Theaterkritiker, Literaturwissenschaftler

Björn Hayer

Prof. Dr. Björn Hayer (* 1987 in Mannheim) ist Literaturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Daneben ist er als Essayist sowie Literatur- und Theaterkritiker tätig. Er schreibt u. a. für die Frankfurter Rundschau, Der Freitag, Zeit Online, NZZ, Die Presse, Cicero und Berliner Zeitung. Ebenso ist er regelmäßig in den Sendern DLF Kultur und WDR 5 zu hören. Nachdem er mit einer Arbeit über die digitalen Medien in der Gegenwartsliteratur promoviert wurde, habilitierte er sich mit einer Studie zu utopischen Implikationen in der Lyrik von Friedrich Hölderlin, Rainer Maria Rilke, Paul Celan und deutschsprachigen GegenwartsdichterInnen.

Beim Ulmer Lyriksommer gestaltet Björn Hayer zwei Veranstaltungen: er leitet zum einen den Lyrikworkshop »Ehrlichkeit, der schönste Juwel der Kritik«, zum anderen stellt er in der Veranstaltung »Wo der Staub Licht wird« seinen neuen Gedichtband vor. 

Foto: Eva Korn

Autor

Marco Kerler

Marco Kerler wurde 1985 in Ulm geboren, wo er bis heute lebt, arbeitet und wirkt. Seit seinem Buchdebüt im Jahr 2007 hat er regelmäßig als Autor und Herausgeber neue Werke veröffentlicht. Mit der make-up presse publiziert er seit 2021 handgesetzte Lyrikbände in Kleinstauflage. Unter dem Motto „Gedicht für Dich“ schreibt er auf seiner Reiseschreibmaschine auf der Straße Lyrik für Passanten.

Beim Ulmer Lyriksommer 2026 liest bei der Veranstaltung »Ich atme leise im Duft der Linde« im Aegis-Garten auch seinem neuen Gedichtband »Bernsteinliebe« (VERLAG DER NEUN REICHE, Berlin)

Foto: Yves Noir

Autorin, Biologin

Sophia Klink 

Sophia Klink (* 1993 in München) hat in Biologie promoviert und schreibt über Natur und Wissenschaft. Ihr erster Lyrik- und Kurzprosaband »Ich lösche die Kirschen aus meinen Genen« erschien 2025 bei hochroth München. Noch im selben Jahr folgte ihr Romandebüt »Kurilensee« bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Ihr Nature Writing wurde u. a. durch das Literaturstipendium München gefördert. Sie war Finalistin beim open mike und beim Lyrikpreis München. Zuletzt bekam sie den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März.

Beim Ulmer Lyriksommer stellt sie in der Veranstaltung »Kirschen und Gene« ihren ersten Gedichtband und ihr Romandebüt vor.

Foto: Heike Bogenberger

Autorin, Theaterdramaturgin

Ursula Krechel

Die frisch gekürte Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel (* 1947) lebt in Berlin. Sie schreibt Gedichte, erzählende Prosa, Romane, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. Seit den 80er Jahren lehrte sie Literatur im In- und Ausland. Sie war Gastprofessorin an der Warwick-Universität in England und am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig, hielt Poetik-Vorlesungen in Wien, war 1991 Writer-in-residence an der Washington University St. Louis/USA, Poet-in-residence an der Universität Essen. Ihr Roman »Landgericht« wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. 2025 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis. — Ursula Krechel war Theaterdramaturgin. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

Die Büchnerpreisträgerin und Dt. Buchpreisträgerin Ursula Krechel eröffnet am 21. Mai 2026 den Ulmer Lyriksommer 2026 in der Stadtbibliothek Ulm – hochkarätiger geht es kaum.

Foto: H. Steinweg

Lyrikerin, Literaturvermittlerin, Vorstandsvorsitzende Dichter dran e.V.

Christine Langer

Christine Langer (*1966 in Ulm) ist Deutsche Lyrikerin, Literaturvermittlerin und freie Kulturjournalistin. Sie hat den Ulmer Lyriksommer ins Leben gerufen und ist dessen künstlerische Leiterin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Literaturzeitschrift KONZEPTE. Aktueller Gedichtband: » Ein Vogelruf trägt Fensterlicht« (2022), Kröner Verlag, Edition Klöpfer. Vier Gedichtbände bei Klöpfer & Meyer: » Lichtrisse« (2007), »Findelgesichter« (2010), » Jazz in den Wolken« (2015) und »Körperalphabet« (2018). Veröffent­lichungen in An­tho­logien, Zeitschriften und Zeitungen (u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jahrbuch der Lyrik, Der große Conrady , DAS GEDICHT). Vertonung vieler ihrer Gedichte, u.a. durch Orchester aus Linz, Bratislava und Bukarest. Zahlreiche Preise und Kunstprojekte.

Autorin, Journalistin

Elvira Lauscher

Elvira Lauscher lebt in Blaustein bei Ulm, wo sie u.a. als Journalistin und Schriftstellerin tätig ist. Zahlreiche literarische und lyrische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sowie auf Hörbuch. Gemeinsames Lyrikkabarett-Programm mit Jörg Neugebauer sowie mehrere Sachbuchveröffentlichungen und Theaterstücke, u.a. über den NS-Widerstandskämpfer Hans Scholl und aktuell über Depressionen bei Kindern („Hanna unterm Tisch“). In Frühsommer 2025 erschien ihr Kurzprosa-Band »Sinfonie der Vierecke«. Elvira Lauscher ist seit vielen Jahren Mitglied der Internationalen Rilke-Gesellschaft, in deren Vorstand sie 2025 gewählt wurde.

Beim Lyriksommer gestaltet Elvira Lauscher mit der Dichterin Christine Langer in der Petruskirche Neu-Ulm die Lyrik-Performance »Töne, Takte, Texte – Handpan und Poesie im Flow« mit. Den Klangrahmen für ihre Lesung bieten die Handpan-Stimmungen von Florian Baur.

Buchhändler

Thomas Mahr

Thomas Mahr studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft inTübingen. Seit 1984 betreibt er mit seiner Frau die »Buchhandlung Mahr« in Langenau, die mehrfach mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurde. Diese bietet ein umfangreiches Antiquariat und vielfältiges Kulturprogramm.

Mahr ging es stets um gute Literatur und immer auch um den politischen Diskurs, um einen Beitrag zu Demokratie und Vielfalt – mit Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen, Lesereihen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie aufsehenerregenden Aktionen wie dem Flashmob zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes.

Foto: Buchhandlung Mahr

Literaturkritiker, Journalist

Klaus Nüchtern

Klaus Nüchtern (* 1961) wuchs in Steyr auf. An der Universität Wien studierte er Anglistik und Germanistik. Seit 1989 schreibt er für die Wiener Stadtzeitung Falter, wo er von 1990 bis 2015 das Kulturressort leitete. Seine populäre wöchentliche Kolumne »Nüchtern betrachtet« erscheint auch in Buchform. Von 2004 bis 2008 war Nüchtern Juror beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Das von ihm produzierte Album „c.o.d.e.“ (Handsemmel Records/cracked anegg) wurde 2009 in der Sparte „Album des Jahres“ mit dem Hans-Koller-Preis ausgezeichnet. 2011 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik.

Klaus Nüchtern ist Jurymitglied der »SWR-Bestenliste«, die beim Lyriksommer am 27. Oktober 2026 erstmals live in Ulm zu erleben sein wird. Gastgeber Carsten Otte diskutiert mit ihm und zwei weiteren LiteraturkritikerInnen vier Bücher auf der Bühne. Auf spannende Diskussionen darf sich das Publikum freuen.

Foto: SWR

Literaturredakteur, Autor, Gastgeber der SWR Bestenliste

Carsten Otte

Carsten Otte, geboren 1972, studierte Philosophie und schrieb Romane und Sachbücher. Seit vielen Jahren arbeitet er als Literaturredakteur für den Südwestrundfunk. Seine Rezensionen erscheinen gelegentlich auch in Zeitungen wie »Tagesspiegel«, »taz« und »Der Standard«. Seit 2019 ist er Gastgeber der »SWR Bestenliste«.

Beim Ulmer Lyriksommer gibt es die SWR-Bestenliste erstmals live! in Ulm. Als Gastgeber der im Kunstvereins aufgezeichneten und später in SWR Kultur ausgestrahlten Sendung diskutiert Carsten Otte mit drei LiteraturkritikerInnen vier ausgewählte Bücher der SWR-Bestenliste auf der Bühne. Die 1975 gegründete Liste empfiehlt monatlich zehn neue Bücher als Ergänzung zu Bestsellerlisten. Spannende Diskussionen auf höchstem Niveau sind garantiert.

Lektorin für slowakische Sprache

Renata Pavlová

Dr. Renáta Pavlová ist Lektorin für slowakische Sprache und Kultur an der Universität Regensburg. Sie studierte Slowakistik und Germanistik an der Konstantin-Philosoph-Universität in Nitra. Ihr Schwerpunkt ist Didaktik des Slowakischen als Fremdsprache, maschinelle Übersetzung und Förderung der fremdsprachlichen Lesekompetenz. An der Universität Regensburg leitet sie das Zusatzstudium Slovakicum, das sowohl sprachliche als auch kulturelle Kompetenzen vermittelt. Sie organisiert Lesungen mit Autoren, Workshops mit Übersetzern und Vorträge mit Sprach- und Literatur wissenchaftlern.

Pavlová moderiert die Veranstaltung »Junge Lyrik aus der Slowakei« des Ulmer Lyriksommers und des Internationalen Donaufests. 


Autorin. Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin

Ilma Rakusa

Dr. phil. Ilma Rakusa (*1946 in der Slowakei) ist eine vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie schreibt Lyrik und Prosa, ihre Werke sind geprägt von ihrer tiefen Verbundenheit mit der europäischen Kultur. Ilma Rakusa wird beim Ulmer Lyriksommer u.a. Texte aus ihrem neuen Buch »Wo bleibt das Licht.«, Tagebuchprosa, sowie Gedichte vorstellen.

Foto: Katalin Deer

Autor

Walle Sayer

Walle Sayer (* 1960), Kindheit und Jugend im Schatten des 1478 erbauten und 62 Meter hohen Bierlinger Kirchturms, der mit seiner Höhe „ein Veto ragt ins amtierende Licht“. Lyriker und Erzähler. Lebt in Horb am Neckar. Er veröffentlicht seit 1984, zuletzt erschien: »Das Zusammenfalten der Zeit«, Prosagedichte, 2023; »Nichts, nur«, Gedichte und Erzählminiaturen, 2021; »Mitbringsel«, Gedichte, 2019.

Sayer erhielt verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Thaddäus-Troll-Preis, den Hölderlin-Förderpreis, das Hermann-Lenz-Stipendium, den Ludwig-Uhland-Förderpreis, den Gerlinger und den Basler Lyrikpreis. Für die Arbeit an seinem neuen Gedichtband „Etwas wie ein Koffer, aus dem ein Hemdzipfel schaut“, der im März 2026 erscheint, bekam er das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds

Beim Ulmer Lyriksommer leitet Walle Sayer den Lyrikworkshop »Gedankensplitter«. Des Weiteren liest er bei der 5. Ulmer Lyriknacht.

Foto: C. Kuball

Literaturkritiker, Übersetzer, Journalist

Denis Scheck

Denis Scheck (*1964 in Stuttgart) ist Autor und Moderator zahlreicher Literaturformate im Fernsehen und Hörfunk. Er zählt zu den einflussreichsten deutschen Literaturkritikern. Daneben arbeitet er als Literaturagent, Übersetzer und Herausgeber. Von 1997 bis 2016 war er Literaturredakteur beim Deutschlandfunk, wo er regelmäßig die Sendung »Büchermarkt« moderierte und die Bestsellerliste des »Spiegel« kommentierte. Von 2016 bis 2024 war er Moderator der Literatursendung »lesenswert« im SWR-Fernsehprogramm. Den Fernsehzuschauern ist er aktuell vor allem als Moderator des Büchermagazins »Druckfrisch« bekannt, das seit dem 2003 monatlich in der ARD ausgestrahlt wird.


Foto Elena Ternovaja CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons)

Schriftsteller, Journalist

Faruk Šehić

Faruk Šehić, (* 1970) ist Schriftsteller und Journalist. Sein literarisches Schaffen umfasst Lyrik, Prosa und Essays. Für seinen in 17 Ländern veröffentlichten Roman »Knjiga o Uni« (dt. »Von der Una«) wurde er 2011 mit dem Meša Selimović-Preis sowie 2013 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Šehić schreibt regelmäßig für die Zeitung »Oslobođenje« und lebt derzeit in Sarajevo. Bücher auf Deutsch: »Abzeichen aus Fleisch«, Lyrik (übersetzt von H. Stojić) (Edition Korrespondenzen, 2011); »Uhrwerksgeschichten« ( übersetzt von E. Veselinović) (Mimesis Verlag, 2020); »Meine Flüsse«, Lyrik (übersetzt von R. Zeinzinger) (Parasitenpresse, 2024); »Von der Una«, Roman (übersetzt von E. Veselinović), (Voland & Quist, 2025)

Faruk Šehić und Franziska Füchsl werden bei der gemeinsamen Veranstaltung »Wovon reden wir, wenn wir von Flüssen reden?« des Ulmer Lyriksommers und des Internationalen Donaufests lesen.

Foto: Dženat Dreković

Autorin, Dramaturgin, Übersetzerin. Literaturwissenschaftlerin

Anna Siedykh

Anna Siedykh (* 2000) stammt aus Kiew und lebt heute in der Slowakei. Sie ist Dramaturgin und Produzentin im Kulturzentrum Malý Berlín (Klein Berlin) in Trnava, Kuratorin des ukrainischen Programms im Goethe-Institut Bratislava sowie Übersetzerin. Anna studierte Literaturwissenschaft an der Mohylian Akademie Kyjiw sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft im slowakischen Trnava. Siedykh absolvierte das International Writing Programme (online) der Universität in Iowa. 2024 erschien ihr zweisprachiger Gedichtband »Cudzinečnosť« (»Fremdlichkeit«). Sie schreibt in zwei Sprachen: in ihrer Muttersprache Ukrainisch und in Slowakisch.

Siedykh leist bei der gemeinsamen Veranstaltung »Junge Lyrik aus der Slowakei« des Ulmer Lyriksommers und Internationalen Donaufests. 

 Foto Jana Gombiková

Autorin

Dilara Streil

Dilara Streil (`* 2001 in Ulm) wuchs in einem kurdisch-deutschen Zuhause auf. Bereits früh hat sie sich in ihren Texten damit beschäftigt, was es heißt, in ihrer Generation Teil mehrerer Kulturen zu sein. Ihr Debütroman „Wir sind nur Statisten“, erschienen im November 2025, thematisiert Kulturdifferenzen und die Suche nach der Mitte zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellem Freiheitsbedürfnis. Dilara postet ihre Gedichte unter @wortcrack in den Sozialen Netzwerken und hat bereits Gedichte in Anthologien des Trabentenverlags (»Lockdownlyrk« / »Revolutionslyrik«) veröffentlicht. Aktuell lebt sie in München und studiert dort Psychologie.

Beim Ulmer Lyriksommer 2026 liest Dilara bei der Veranstaltung »Ich atme leise im Duft der Linde« aus ihrem Debütroman.


Lyriker, Übersetzer

Farhad Showghi

Farhad Showghi (* 1961 in Prag) lebt als Lyriker, Übersetzer und Arzt in Hamburg. Er verbrachte seine Jugend in der Tschechoslowakei, in Deutschland und im Iran, wo er eine deutsche Schule besuchte. 1978 kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich zum Psychiater ausbilden. Er schreibt Prosatexte und Gedichte und ist als Übersetzer aus dem Persischen tätig.

Foto G2 Baraniak

Autor, Übersetzer, Publizist

Michal Tallo

Michal Tallo (*1993) ist Autor, Übersetzer und Publizist. Er veröffentlichte die Gedichtbände »Antimita« (2016, Drewo a srd), (2018, Drewo a srd) und »Kniha tmy« (2022, Literárna bašta). Im Jahr 2024 erschien sein Prosa-Debüt »Všetko je v poriadku, všade je láska« (2024, Literárna bašta), für das er mit dem Kunstpreis der Tatra-Bank-Stiftung ausgezeichnet wurde. Derzeit wird das Buch in fünf Sprachen übersetzt. Tallo moderiert regelmäßig Autorenlesungen, Diskussionen über zeitgenössische Literatur oder Filme sowie die Sendung Ars litera von Radio Devín. Aus dem Englischen übersetzte er mehrere Prosa- und Gedichtbände von Andrew McMillan und Seán Hewitt.

Tallo nimmt an der gemeinsamen Veranstaltung »Junge Lyrik aus der Slowakei« des Ulmer Lyriksommers und Internationalen Donaufests. Er ist Herausgeber des gleichnamigen Gedichtbands (danube books Verlag, Ulm).

Foto: Michal Vozar

Autorin

Liv Thastum

Liv Thastum (* 1997 in Berlin) schreibt Gedichte, Essays und szenische Texte auf Deutsch, Dänisch und zwischen den Sprachen. Sie studierte Literarisches Schreiben an den Literaturinstituten in Hildesheim, Biel und Berlin. Ihre Texte wurden in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften im deutschen und skandinavischen Raum veröffentlicht und performt. 2024 wurde sie mit dem WORTMELDUNGEN-Förderpreis ausgezeichnet und war Lyrikfinalistin beim 32. Open Mike, 2025 nominiert beim Literarischen März in Darmstadt. 2026 erscheint ihr Debüt »åben die erda« bei kookbooks

Foto: Felix Ernst

Rezitator, Moderator

Bernd Weltlin

Bernd Weltin tritt seit 2003 in und um Ulm als Rezitator auf – solistisch und mit künstlerischen Partnerinnen und Partnern, gerade auch in Verbindung mit Musik. Viele Jahre war er Mitglied der Ulmer literarisch-musikalischen Gruppe »Flugfische«. Er gestaltete Lesungen u.a. mit Texten von Jorge Luis Borges, Wilhelm Busch, Theodor Fontane, Friedrich Glauser, Egon Erwin Kisch, Thomas Mann, Sándor Márai, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Joseph Roth, Christian Friedrich Daniel Schubart, George Bernard Shaw, Anton Tschechow, Franz Werfel und Stefan Zweig. Beim Ulmer Lyriksommer gestaltet er zusammen mit Dr. Antonia Egel einen Ingeborg-Bachmann-Abend.

Foto: Andreas Taler

Autor, Zeichner, Buchgestalter, Verleger

Florian L. Arnold

Florian L. Arnold (* 1977 in Ulm) ist Schriftsteller, Zeichner und Buchgestalter mit Schwerpunkt auf innovativer Literatur. Sein Werk integriert sprachliche Experimente, Text-Bild-Kombinationen und Motive der Donau-Region sowie Erinnerungskultur. Zu seinen Büchern gehört »Pirina« (2018), »Die Zeit so still« (2020) und »Das flüchtige Licht« (2024). Als Verleger der Edition Hibana und des NU:LIT-Festivals fördert er die unabhängige Verlags- und Autorenszene. Als Buchgestalter arbeitet er für zahlreiche Verlage aus dem deutschsprachigen Raum.

Foto: Bruno Tenschert

Musiker:innen, Schauspieler:innen, Tänzer:innen

Musiker, Handpan-Spieler

Florian Baur

Florian Baur (*1987 in Pforzheim) lebt in Lonsee bei Ulm. Er studierte Germanistik, katholische Theologie und Erziehungswissenschaft in Tübingen. Seit 2017 ist er Lehrer an einem beruflichen Gymnasium und nebenberuflich als Handpan-Workshopleiter und Entspannungstrainer tätig. In seiner Freizeit spielt er zahlreiche weitere Instrumente (Klavier, Gitarre, Flöte, Cajón), tritt gerne mit seiner Kirchenband auf, gibt eigene Konzerte oder begleitet Kunstaustellungen mit den Klängen der Handpan.

Beim Lyriksommer gestaltet er die Lyrik-Performance „Töne, Takte, Texte – Handpan und Poesie im Flow“ mit. Baurs Handpan-Stimmungen bilden den Klangrahmen für die Lesungen der beiden Dichterinnen Elvira Lauscher und Christine Langer.

Tangotänzer

Pasquale Bloise

Kurzbiographie

Pasquale Bloise (genannt Paky) aus Italien hat vor gut 25 Jahren Tango zu seiner Profession gemacht. Als DJ, Tangolehrer, Festivalorganisator und Show-Tänzer ist er an der ligurischen Küste beheimatet und bekannter Aficionado des Tangos.

Beim Ulmer Lyriksommer tritt er zum wiederholten Male auf, dieses Mal bei der Uraufführung der Tango-Lyrik-Performance Female Tango. Diese einzigartige Performance vereint Livemusik des internationalen Tango-Frauentrios „Cho-Nivou-Ruks“, Tangopoesie der Lyrikerin Christine Langer und Argentinischen Tango. Zusammen mit der Tangotänzerin Benedicta Wahlser wird Paky den Tango als Suche nach gemeinsamer Bewegung zelebrieren – als Verschmelzung von Tanz und Gedicht.


Bandoneonistin, Pianistin, Komponistin

Musikerinnen-Trio Cho-Nivou-Ruks

Das Musikerinnen-Trio Cho-Nivou-Ruks vereint drei hochkarätige Musikerinnen: Shinjoo Cho (Bandoneon), Laura Nivou (Violine) und Judith Ruks (Tango-Piano). Beim Ulmer Lyriksommer bringt das internationale Trio erstklassige Tango-Musik nach Ulm — zusammen mit Tango-TänzerInnen und Dichterin Christine Langer wird die Tango-Lyrik Performance Female Tango erstmals aufgeführt. Für Kurzvitae der drei Musikerinnen weiterblättern …

Bandoneonistin, Pianistin, Komponistin

Shinjoo Cho

Bandoneonistin, Komponistin und Pianistin Shinjoo Cho begann im Alter von fünf Jahren in Korea mit dem Musikstudium und setzte ihre Ausbildung in Tango, Kammermusik und improvisierter Musik in den USA und Argentinien fort. Sie ist international in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und Korea aufgetreten, u. a. beim Marlboro Music Festival, mit dem Cleveland Orchestra in der Severance Hall sowie im Lincoln Center. Während ihres Aufenthalts in Argentinien trat sie im Centro Cultural Kirchner und im Teatro Colón auf und arbeitete mit führenden Tango-Künstlern zusammen. Zu ihren jüngsten Projekten zählen die Produktion einer Retrospektive der Musik von Astor Piazzolla sowie Kompositionen für Film und Radio. Sie tritt mit Ensembles in ganz Amerika auf, unterrichtet am Swarthmore College und veröffentlichte 2025 ihr Debüt-Soloalbum Abriendo y Cerrando bei Innova Recordings.

Beim Ulmer Lyriksommer tritt sie mit dem Trio „Cho-Nivou-Ruks“ bei der Tango-Lyrik-Performance Female Tango auf.

Musiker

Friedemann Dähn Trio

Die Kompositionen und Improvisationen des Jazz-Trios Friedemann Dähn (Cello), Carsten Netz (Saxofon, Flöte, Klarinette) und Bernd Settelmeyer (Schlagzeug) bewegen sich im Spannungsfeld von Contemporary Jazz und polyphoner Klangskulptur. In multimetrischen, pulsierenden Klangräumen verdichten sich die Klänge zu einer Musik jenseits von Form und Zeit. Das Trio bereichert den Ulmer Lyriksommer mit dem musikalisch – literarischen Projekt „Auf kleinen Planeten“. Dieses bietet ein Programm mit Lyrik- und Prosatexten des Dichters Christian Wagner und Klängen des Jazz-Trios. In seinem Buch »Oswald und Klara. Ein Stück Ewigkeitsleben« beschreibt Wagner eine phantasievolle Gedankenreise durch das Weltall in vergangene und zukünftige Welten, auf die uns das Musiker-Trio und Rezitator Felix Muhle mitnehmen.

Foto: Christian Wagner Gesellschaft

Musikerin, Komponistin, Pianistin

Elena Fennrich

Elena Fennrich stammt aus einer Musikerfamilie. Sie studierte Piano in St. Petersburg mit exzellentem Abschluss. In ihrem Spiel verbindet sie klassische Disziplin mit offener Neugier: Solorepertoire, Kammermusik und Jazz begegnen einander. Als Dozentin an der Musikschule Ulm gibt sie diese Erfahrungen weiter. Ihre Kompositionen, etwa im Zyklus »Saiten des Lebens«, reflektieren persönliche Eindrücke als musikalische Momente, auch im Dialog mit Musik und Wort. Ihre Klavierkunst wird so zum Medium von Erfahrung und lebendiger Resonanz. Zu ihren Kompositionen sagt sie: „In diesen kreativen Momenten verliere ich jegliches Zeitgefühl, als ob ich mich auf einer dimensionslosen Reise befinde. Und jede Komposition ist ein schöpferischer Teil meiner Seele“. – Beim Ulmer Lyriksommer umrahmt Elena Fennrich den von Dr. Antonia Egel und Bernd Weltlin gestalteten Ingeborg-Bachmann-Abend musikalisch.

Schauspielerin

Katharina Hauter

Katharina Hauter wurde in Kaiserslautern geboren und studierte an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Bereits während ihres Studiums wurde sie ans Residenztheater München engagiert und war dort bis Sommer 2011 Ensemblemitglied. Von 2012 bis 2018 war sie Teil des Ensembles des Nationaltheaters Mannheim. Seit Ende der 2000er Jahre arbeitet Katharina Hauter auch für Film und Fernsehen. Für ihre Rolle im Film Ein Geschenk der Götter wurde sie 2014 für den Förderpreis Neues Deutsches Kino in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ und 2022 als „Beste Darstellerin“ für ihre Rolle in Ferdinand von Schirachs Anthologie Strafe (Der Taucher, Regie: Oliver Hirschbiegel) im Wettbewerb von CanneSeries, nominiert. Seit der Spielzeit 2018/19 ist Katharina Hauter Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart.

Beim Ulmer Lyriksommer wird sie mit ihrem Kollegen Felix Strobel und ihrer Kollegin Silvia Schwinger vom Schauspielhaus Stuttgart die musikalische Rilke-Performance „Hiersein ist herrlich“ aufführen.

Foto: Ingrid Hertfelder

Dramaturg, Intendant, Schauspieler

Dr. Christian Katzschmann

Nach einer Buchhändler-Ausbildung studierte Dr. Christian Katzschmann (* 1968 in Jena) an der Humboldt-Universität Berlin Kunstgeschichte und Germanistik. Nach Studienabschluss war er Volontär im Aufbau-Verlag Berlin sowie an der Deutschen Staatsoper. Als Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung promovierte er an der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin bei Frank Hörnigk. Nach einem ersten Engagement am Theater Halberstadt/Quedlinburg arbeitete er ab 2005 als Chefdramaturg am Landestheater Detmold, seit 2018 ist er in dieser Funktion und als stellvertretender Intendant am Theater Ulm engagiert.

Christian Katzschmann rezitiert bei der gemeinsamen Veranstaltung »Zeitkapseln von Georgi Gospodinov« des Internationalen Donaufests und des Ulmer Lyriksommers aus dem Werk des bulgarischen Autors Gospodinov, der an diesem Abend ebenfalls vor Ort sein wird. Moderator der Veranstaltung wird Denis Scheck sein.

Musiker, Saxophonist

Dieter Kraus

Dieter Kraus (*1972 in Ulm) ist ein Dt. Saxofonist. Studium des Fachs »Saxofon« am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium. Sowohl als Kammer- und Orchestermusiker als auch im Jazzbereich tätig. Spielt mit mehreren Gruppierungen, aber auch als Solist und als Saxophonlehrer an der Ulmer Musikschule. Spielte in zahlreichen Orchestern, u.a. Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Ulmer Philharmoniker und National Polish Orchestra.

Tangotänzer

Volker Krusche

Volker Krusche kam 2006 mit dem Tango in Berührung. Er nahm schon 2007 am Tangofestival in München (2007) teil, und lernte Pablo Veron und Roberto Herrera kennen. Dies war der Auftakt seines Tangolebens. Sein großer Förderer ist der Tangolehrer und Showtänzer Pasquale Bloise. Krusche studierte den Tango stets mit großer Intensität bei den besten Tangolehrern der Welt und nahm an zahlreichen Tangofestivals in Europa teil. Tango ist für Volker eine Frage des Lebensstils!

Komponist, Pianist

Dirk Maassen

Dirk Maassen (* 1970 in Herzogenrath) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Komponisten der Neoklassik. Für seine bewegenden, sanften und stileigenen Klangwelten wird er international gefeiert. Er ist viral einer der weltweit meist gestreamten deutschen Pianisten – über eine Million Menschen hören seine Musik monatlich auf den gängigen Plattformen. Er steuerte auch den Soundtrack zu dem in Cannes prämierten Film „Crossroads“ bei. Seine bei Sony Classical erschienenen Alben „Here and Now“ (2023), „Echoes“ (2021) und „Ocean“ (2020) sind weltweit erfolgreich.

Violinistin

Laura Nivou

Laura Nivou, Violine. Laura widmet sich derzeit dem Unterrichten und dem sinfonischen Repertoire, nachdem sie ihre Ausbildung an den Konservatorien in Lyon und Genf absolviert hat. Zunächst von der Musik von Astor Piazzolla angezogen und später auch vom Tanz, den sie selbst ausübt, entdeckte sie anschließend die weiteren großen Klassiker des Tango. Sie spielt besonders gern in kleinen Ensembles und schätzt die besondere Dynamik des Tangoballs.

Beim Ulmer Lyriksommer tritt sie mit dem Trio „Cho-Nivou-Ruks“ bei der Tango-Lyrik-Performance Female Tango auf.

Tango-Pianistin, Dirigentin

Judith Ruks

Judy Ruks (* 1980 in Oosterbeek, Niederlande) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Von 1998 bis 2004 studierte sie bei Frank Peters und Frank van de Laar klassisches Klavier an der Hochschule der Künste in Arnhem (Niederlande). Anschließend studierte sie bei Wim Warman, Gustavo Beytelmann und Leo Vervelde von 2002 bis 2006 Tangopiano an der „Academy For World Music“ in Rotterdam (Niederlande). Seit 2007 lebt sie in Stuttgart und arbeitet als Tango-Pianistin, Dozentin und Dirigentin. Neben dem „Cuarteto Rotterdam“ ist sie tätig als Leiterin des „Orquesta Atípica Stuttgart. Weiter spielt sie als Pianistin in diversen Formationen und mit Tangomusikern aus Europa und Argentinien. Mit der Organisation „Tango Sin Fin“ aus Buenos Aires arbeitet sie eng zusammen und organisiert das Tangotreffen „Tango For Musicians“ in Europa.

Beim Ulmer Lyriksommer tritt sie mit dem Trio „Cho-Nivou-Ruks“ bei der Tango-Lyrik-Performance Female Tango auf.

Schauspielerin

Silvia Schwinger 

Silvia Schwinger (*1999 in Wien) wuchs sehr musikalisch auf und lernte die Instrumente Klavier und Geige, worin sie auch ihre Matura machte. Seit ihrer Jugend singt sie in diversen Chören, u. a. im Wiener Konzerthaus und Musikverein, zudem schreibt sie eigene Songs. In 2020 begann sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, wo sie auch erste Dreherfahrungen in Kurzfilmproduktionen sammelte. Abseits des Theaters tanzt sie Contemporary und Poledance und geht boxen. 2023 war sie am Hessischen Landestheater Marburg in Momo als Titelrolle wie auch in Amir Gudarzis Wonderwomb auf der Bühne zu sehen. Zuletzt spielte sie am Schauspiel Frankfurt u. a. in Lena und Leonce – Ein Büchner Fragment, einer Inszenierung von Regina Wenig. Seit Sommer 2024 ist sie festes Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart. Im Herbst 2024 spielte sie im Frankfurter Tatort Dunkelheit mit.

Beim Ulmer Lyriksommer wird sie mit ihrem Kollegen Felix Strobel und ihrer Kollegin Katharina Hauter vom Schauspielhaus Stuttgart die musikalische Rilke-Performance „Hiersein ist herrlich“ aufführen.

Foto: Ingrid Hertfelder

Pianist

Bernhard Sinz

Studierte Klavier an der Musikhochschule Trossingen sowie im Rahmen eines ERASMUS-Stipendiums an der Musikhochschule in Brünn. Wichtige Impulse in den Fächern Kammermusik von A. Grau, Liedbegleitung von P. Nelson und Jazzklavier von A. Erchinger. Arbeitet als Fachbereichsleiter für Klavier an der Musikschule Ulm. Zahlreiche Konzerte im deutschsprachigen Raum mit dem Tangoquintett Las Sombras.

Schauspieler

Felix Strobel

Felix Strobel, geboren in München, absolvierte von 2012 bis 2016 seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Bereits während seines Studiums wurde er fest ans Berliner Ensemble engagiert. In der Spielzeit 2017/18 arbeitete er freischaffend, u. a. am Wiener Burgtheater und dem Wiener Theater der Jugend. Für seine Darstellung des Hans Scholl in Die Weiße Rose wurde er 2018 als bester Nachwuchsschauspieler für den Nestroy Preis nominiert. Seit Beginn der Intendanz von Burkhard C. Kosminski in der Spielzeit 2018/19 ist Felix Strobel festes Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart. Er arbeitete u.a. mit Regisseur*innen wie Leander Haußmann, Claus Peymann, Bernadette Sonnenbichler, Achim Freyer, Tina Lanik, Oliver Frljić, David Bösch, Stephan Kimmig und Robert Icke.

Beim Ulmer Lyriksommer wird er mit seinen Kolleginnen Katharina Hauter und Silvia Schwinger vom Schauspielhaus Stuttgart die musikalische Rilke-Performance „Hiersein ist herrlich“ aufführen.

Foto: Ingrid Hertfelder

Tangotänzerin

Benedicta Walser

iBenedicta Walser tanzt und lehrt Argentinischen Tango seit über 20 Jahren. Bei langjährigen Aufenthalten in Buenos Aires hat sie die Seele des Tangos erkundet.

Beim Ulmer Lyriksommer führt sie die Regie bei der erstmalig aufgeführten Tango-Lyrik-Performance Female Tango – diese vereint exzellente Tango-Livemusik mit dem internationalen Frauentrio „Cho-Nivou-Ruks“, Gedichte der Lyrikerin Christine Langer und Argentinischen Tango. Zusammen mit dem Tanquero Pasquale Bloise wird Benedicta auch auf dem Tanzparkett stehen und den Tango als Suche nach gemeinsamer Bewegung zelebrieren – als Verschmelzung von Tanz und Gedicht.