Donnerstag, 8. Oktober 2026 | 19:30 Uhr
Kunstverein Ulm | Schuhhaussaal
Kramgasse 4, 89073 Ulm

Eintritt
   Abendkasse: 25 € (ermäßigt: 20 €)
   Vorverkauf (VVK): 22 € (ermäßigt: 18 €) jeweils zzgl. VVK-Gebühr  
   (VVK-Details werden noch bekannt gegeben)

Musikalische Begleitung durch Jazz-Trio:
  Friedemann Dähn (Cello),
  Carsten Netz (Saxofon, Flöte, Klarinette) & 
  Bernd Settelmeyer (Schlagzeug).

Rezitation:
  Felix Muhle

Lyrik:
  Christian Wagner 


Der Kunstverein Ulm präsentiert in Kooperation mit Dichter dran e.V. die Lyriksommer-Veranstaltung

Auf kleinen Planeten
Musikalisch-literarisches Konzert mit Texten des Dichters Christian Wagner und Musik des Jazz-Trios Dähn, Netz & Settelmeyer.

An diesem poetischen Abend wird das musikalisch–literarische Projekt „Auf kleinen Planeten“ mit berührenden Texten des Dichters Christian Wagner und Musik des Jazz-Trios Friedemann Dähn (Cello), Carsten Netz (Saxofon, Flöte, Klarinette) und Bernd Settelmeyer (Schlagzeug) geboten.

Christian Wagner (1835 -1918) verfasste als Landwirt im Dorf Warmbronn bei Leonberg ein reiches literarisches Werk und war Vordenker des Natur- und Tierschutzes. Sein Buch „Oswald und Klara. Ein Stück Ewigkeitsleben“ (1897) ist ein höchst ungewöhnliches Stück Literatur aus Prosa und Lyrik. Der Dichter beschreibt eine phantasievolle Gedankenreise durch das Weltall in vergangene und zukünftige Welten; er entwickelte dabei visionäre Vorstellungen, etwa von entstehenden und untergehenden Planeten oder von Solarfahrzeugen auf dem Mars. Die von Felix Muhle rezitierten Texte verbinden sich mit experimentellen musikalischen Jazz-Improvisationen, die als klanglich raumbildende „Skulpturen“ konzipiert sind.

Freuen Sie sich mit uns auf eine ganz besondere, berührende Konzertlesung des Ulmer Lyriksommers 2026.

In Warmbronn, 20 km entfernt von Stuttgart und heute ein Teilort von Leonberg, lebte von 1835 bis 1918 der Dichter und Bauer Christian Wagner, der mit seinen Büchern und Schriften ein bedeutendes literarisches Erbe hinterlassen hat. Seine von Konventionen freie Denkungsart, sein tiefgreifendes und seelenvolles Naturverständnis, seine – für die Zeitgenossen nicht immer bequemen – ethischen Überzeugungen erweisen sich auch 100 Jahre nach seinem Tod noch als hoch aktuell, in mancher Hinsicht sogar visionär.

Quelle: Christian Wagner Gesellschaft e.V.

Die Kompositionen und Improvisationen des Jazz-Trios Dähn, Netz & Settelmeyer bewegen sich im Spannungsfeld von Contemporary Jazz und polyphoner Klangskulptur. In multimetrischen, pulsierenden Klangräumen, die durch repetitive, weder rhythmisch noch harmonisch aufeinander bezogene Patterns entstehen, verdichten sich die Klänge zu einer Musik jenseits von Form und Zeit. 

Friedemann ‚Fried’ Dähn (Cello, Loops). Seine vielfältigen und stilistisch sehr unterschiedlichen Tätigkeiten umfassen innovative Projekte in musikalischen Grenzgebieten, zeitgenössische Musik, Jazz und Rock, Orchesterspiel, Kammermusik, elektronische Musik und audiovisuelle Projekte. 
Carsten Netz
(Saxofon, Flöte, Klarinette, Loops). Er studierte Jazz & Popularmusik an den Musikhochschulen Würzburg und Stuttgart, und war Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Er ist auf zahlreichen Veröffentlichungen zu hören. Die mit Settelmeyer’s Sputnik 27 erschienene CD „But where’s the moon“ wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. 
Bernd Settelmeyer
(Drums & Perkussion) Der Schlagzeuger und Percussionist studierte zuerst in München bei Rudolf Roth, danach an der Musikhochschule Stuttgart bei Pierre Favre. Die Arbeit mit unterschiedlichsten Formationen und Musikern führte zu einer regen Konzerttätigkeit, auch in Ländern wie der Schweiz, Rußland, Österreich, Indien, Südafrika oder Amerika.

Veranstaltungsort: Schuhhaussaal des Kunstvereins Ulm

Nach der Rilke-Performance mit KünstlerInnen des Schauspielhauses Stuttgart (14.6.) und dem hochkarätigen Schweizer Lesefest mit Regina Dürig und Ilma Rakusa (19.6.) ist der Ulmer Lyriksommer 2026 zum 3. Mail zu Gast im historischen Schuhhaussaal des Kunstvereins Ulm. Der Kunstverein Ulm wurde 1887 von zehn Ulmer Bürgern gegründet. Vereinszweck war die „Pflege des Kunstsinns“ und die „Förderung der bildenden Künste“. Seit 1973 nutzt der Kunstverein den Renaissancesaal im ersten Stock des ehemaligen Zunfthauses der Schuhmacher, das 1537 gebaut wurde. Dort finden jährlich auch fünf bis sechs Ausstellungen statt.

Am 27.10.2026 endet der Ulmer Lyriksommer 2026, ebenfalls im Kunstverein Ulm: Erstmals in Ulm live zu Gast wird dann die SWR-Bestenliste mit Carsten Otte und drei renommierten LiteraturkritikerInnen sein.

Kulturtipp für den Winter:
Am 20.11.26 startet die neue Winterreihe „Stille Nacht, lesende Nacht“ von Dichter dran e.V. im Kunstverein Ulm mit einer ganz besonderen Veranstaltung: „Silent Reading – Stille Stimmen“ mit Lydia Daher

Schuhhaussaal des Kunstvereins Ulm (Foto Dichter dran e.V,)

Mit Eintritt (s.o.) – Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen des Literatursommers und der Stadt Ulm. Sie wird vom Kunstverein Ulm in Kooperation mit Dichter dran e.V. im Rahmen des Ulmer Lyriksommers 2026 veranstaltet.