Freitag, 3. Juli 2026 | 19 Uhr
Neu-Ulmer Petruskirche
Petrusplatz 8, 89231 Neu-Ulm
Lyril-Tango-Performance
mit anschließender Milonga bis 23:30 Uhr
Eintritt:
10 € (Tango-Lyrik-Performance)
22 € (Tango-Lyrik-Performance mit anschließender Milonga)
Konzept & Regie:
Benedicta Walser
Lyrik:
Christine Langer
Live-Tangomusik mit dem internationalen Frauentrio:
Judith Ruks (Piano)
Shinjoo Cho (Bandoneon)
Laura Nivou (Violine)
Tanz:
Pasquale Bloise
Benedicta Walser
Volker Krusche
Christine Langer
Dichter dran e.V. präsentiert die ganz besondere Tango-Lyrik-Performance
Female Tango – Schreiten, nach vorne gehen
Uraufführung mit internationalem Musikerinnentrio (mit anschließender Milonga bis 23:30 Uhr)
Seit dem 19. Jahrhundert hat der argentinische Tango durch zahlreiche herausragende Tänzer- und Musikerpersönlichkeiten weltweite Bekanntheit erlangt. Mit der Tango-Lyrik-Performance Female Tango, in der Tango und Poesie verschmelzen, rückt die weibliche Rolle im Tango in den Mittelpunkt – ein neues weibliches Selbstbewusstsein auf der Tanzfläche.
Die Tango-Lyrik-Performance vereint mit Judith Ruks (Piano), Shinjoo Cho (Bandoneon) und Laura Nivou (Violine) ein hochkartäiges internationales Frauentrio, eine etablierte Lyrikerin und TänzerInnen zu einer gemeinsamen Spurensuche: Bewegung im Tanz greift lyrische Motive auf und setzt sie tänzerisch um. Die Gedichte wiederum thematisieren ein vielschichtiges Repertoire tänzerischer Energie. Musikalische Intensität trifft auf rezitierte Tangopoesie von Autorinnen. Und es gibt eine Doppelrolle von Tanz und Lyrik: Die Ulmer Dichterin Christine Langer eröffnet mit ihren Gedichten poetische Räume zwischen Bewegung und Stillstand. Im Rhythmus des Tango entstehen sprachliche Landschaften voller Spannung und Sinnlichkeit. Langer liest nicht nur Gedichte, sondern verleiht ihnen mit Volker Krusche auch einen tänzerischen Ausdruck. Benedicta Walser und der italienische Tanguero Pasquale Bloise wiederum zeigen den Tango als eine unablässige Suche nach gemeinsamer Bewegung und verkörpern eine Verschmelzung von Tanz und Gedicht.
Premiere: Das internationale Trio Shinjoo Cho (USA/Frankreich), Laura Nivou (Frankreich) und Judy Ruks (Niederlande) tritt beim Ulmer Lyriksommer 2026 erstmals gemeinsam auf, um den Klang des Tangos bei der Lyrik-Tango-Performance zu interpretieren. Die drei Musikerinnen haben mit Kammer- und Tango-Ensembles auf der ganzen Welt konzertiert und bringen ihre jahrelange Erfahrung als Interpretinnen ein, um die Schönheit des leidenschaftliche Musikgenres aus dem Río de la Plata zu vermitteln. Zu den Ensembles, die sie leiten oder denen sie angehören, zählen Abaddon NY Tango (USA), El Sesenta (USA), Cuarteto Rotterdam (Frankreich/Deutschland), das Lyoner Kammerorchester (Frankreich), Roulotte Tango Collectif (Frankreich) und Solidaridad Tango (Kanada).
Mitwirkende Künstlerinnen und Künstler:
Bandoneonistin, Komponistin und Pianistin Shinjoo Cho begann im Alter von fünf Jahren in Korea mit dem Musikstudium und setzte ihre Ausbildung in Tango, Kammermusik und improvisierter Musik in den USA und Argentinien fort. Sie ist international in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und Korea aufgetreten, u. a. beim Marlboro Music Festival, mit dem Cleveland Orchestra in der Severance Hall sowie im Lincoln Center. Während ihres Aufenthalts in Argentinien trat sie im Centro Cultural Kirchner und im Teatro Colón auf und arbeitete mit führenden Tango-Künstlern zusammen. Zu ihren jüngsten Projekten zählen die Produktion einer Retrospektive der Musik von Astor Piazzolla sowie Kompositionen für Film und Radio. Sie tritt mit Ensembles in ganz Amerika auf, unterrichtet am Swarthmore College und veröffentlichte 2025 ihr Debüt-Soloalbum Abriendo y Cerrando bei Innova Recordings.
Laura Nivou, Violine. Laura widmet sich derzeit dem Unterrichten und dem sinfonischen Repertoire, nachdem sie ihre Ausbildung an den Konservatorien in Lyon und Genf absolviert hat. Zunächst von der Musik von Astor Piazzolla angezogen und später auch vom Tanz, den sie selbst ausübt, entdeckte sie anschließend die weiteren großen Klassiker des Tango. Sie spielt besonders gern in kleinen Ensembles und schätzt die besondere Dynamik des Tangoballs.
Judy Ruks (*1980 in Oosterbeek, Niederlande) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Von 1998 bis 2004 studierte sie bei Frank Peters und Frank van de Laar klassisches Klavier an der Hochschule der Künste in Arnhem (Niederlande). Anschließend studierte sie bei Wim Warman, Gustavo Beytelmann und Leo Vervelde von 2002 bis 2006 Tangopiano an der „Academy For World Music“ in Rotterdam (Niederlande). Seit 2007 lebt sie in Stuttgart und arbeitet als Tango-Pianistin, Dozentin und Dirigentin. Neben dem „Cuarteto Rotterdam“ ist sie tätig als Leiterin des „Orquesta Atípica Stuttgart. Weiter spielt sie als Pianistin in diversen Formationen und mit Tangomusikern aus Europa und Argentinien. Mit der Organisation „Tango Sin Fin“ aus Buenos Aires arbeitet sie eng zusammen und organisiert das Tangotreffen „Tango For Musicians“ in Europa.
Christine Langer (*1966 in Ulm) ist Deutsche Lyrikerin, Literaturvermittlerin und freie Kulturjournalistin. Sie hat den Ulmer Lyriksommer ins Leben gerufen und ist dessen Kuratorin und Co-Organisatorin. Sie ist Vorsitzende des Literaturvereins Dichter dran e.V. und verantwortliche Redakteurin der Literaturzeitschrift KONZEPTE. Jüngster Gedichtband: » Ein Vogelruf trägt Fensterlicht« (2022), Kröner Verlag, Edition Klöpfer. Vier Gedichtbände bei Klöpfer & Meyer: »Lichtrisse« (2007), »Findelgesichter« (2010), »Jazz in den Wolken« (2015) und »Körperalphabet« (2018). Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen (u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jahrbuch der Lyrik, Der große Conrady, DAS GEDICHT). Vertonung vieler ihrer Gedichte, u.a. durch Orchester aus Linz, Bratislava und Bukarest. Zahlreiche Preise und Kunstprojekte.
Benedicta Walser tanzt und lehrt Argentinischen Tango seit über 20 Jahren. Bei langjährigen Aufenthalten in Buenos Aires hat sie die Geschichte und Seele dieses Tanzes gelebt und erkundet. Immer wieder verwirklicht sie besondere Tangoproduktionen: Lieder, Tango & Folklore (2014), Unknown Piazzolla (2015) und TangoCollage „Weltkulturerbe, Machotanz und verruchtes Klischee“ (2022)
Pasquale Bloise (genannt Paky) aus Italien hat vor gut 25 Jahren Tango zu seiner Profession gemacht. Als DJ, Tangolehrer, Festivalorganisator und Show-Tänzer ist er an der ligurischen Küste beheimatet und bekannter Aficionado des Tangos.
Volker Krusche kam 2006 mit dem Tango in Berührung. Er nahm schon 2007 am Tangofestival in München (2007) teil, und lernte Pablo Veron und Roberto Herrera kennen. Dies war der Auftakt seines Tangolebens. Sein großer Förderer ist der Tangolehrer und Showtänzer Pasquale Bloise. Krusche studierte den Tango stets mit großer Intensität bei den besten Tangolehrern der Welt und nahm an zahlreichen Tangofestivals in Europa teil. Tango ist für Volker eine Frage des Lebensstils!
Eintritt: 10 € (Tango-Lyrik-Performance) bzw. 22 € (Tango-Lyrik-Performance mit Milonga) Die Veranstaltung des Ulmer Lyriksommers wird gefördert von der Stadt Ulm und der Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg. Sie wird von Dichter dran e.V. in Kooperation mit der evangelisch-lutherischen
Pfarrei Neu-Ulm durchgeführt.